Satsang
Satsang Information
Satsang bezeichnet in der indischen Philosophie und in den daraus abgeleiteten spirituellen Lehren ein Zusammensein von Menschen, die durch gemeinsames Hören, Reden, Nachdenken und Versenkung in die Lehre nach der höchsten Einsicht streben.
Speziell im Advaita Vedanta gilt es als notwendig, dass man die als Wahrheit bezeichnete Lehre hört und sie reflektiert.
Insbesondere bezeichnet „Satsang“ ein Zusammentreffen mit einem als spirituell fortgeschritten angesehenen Lehrer ("Meister"), der als „erleuchtet“ oder „erwacht“ gilt. Satsang kann geben, wer Schüler findet, die ihn als solchen Lehrer anerkennen und bereit sind, sich von ihm inspirieren zu lassen. Zum Teil verbinden die heute im Westen zahlreich anzutreffenden Lehrer auch traditionelle östliche Lehren mit modernen psychologischen Methoden.
Während des Satsangs stellen die Schüler in der Regel Fragen, auf die der Lehrer antwortet. Satsangs können außerdem auch Elemente wie kurze Vorträge des Meisters, gemeinsame Meditation, Rezitation oder Ähnliches enthalten. Der Sinn des Satsangs besteht nicht in erster Linie in der Vermittlung einer „Lehre“ (insofern ist der Begriff „Lehrer“ missverständlich), sondern darin, dass die Schüler durch das unmittelbare Erleben der Präsenz des Lehrers in einer Art Resonanz-Phänomen selbst zur Erfahrung ihrer ursprünglichen Natur gelangen sollen. Die Gemeinschaft mit anderen Suchenden soll dabei zusätzlich unterstützend wirken. Die Teilnehmer an Satsangs werden auch Satsangi genannt.
Erleuchtung sei jenseits aller Bedingungen und Zustände die immer schon vorhandene Wahrheit.
Die Aufgabe des Meisters besteht auch nicht darin, zielorientierte Lehren oder Methoden zu vermitteln - er oder sie werde vielmehr den Suchenden einen Perspektiven-Wechsel nahe legen und sie darauf hinweisen, dass sie bereits frei seien. Die meisten Satsang-Lehrer versuchen diese Erkenntnis durch Aufforderungen wie "in den Moment stoppen", oder "bedingungslos die Gefühle fühlen" herbei zu führen. Weil dieses Üben auf ein direktes Erleben von Freiheit in der Gegenwart ausgerichtet sei, könne man nicht von einer "Technik" mit einem in die Zukunft projizierten Ziel reden.
Die weltweit schnell wachsende "Satsang-Bewegung" geht in erster Linie auf den 1997 verstorbenen Inder H. W. L. Poonja zurück, einen Schüler von Ramana Maharshi.
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